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Diabetes Type You

Es ist wieder tagging Time. Diesmal zum Thema Diabetes Type YOU !

Marcel und Sassi sind diesmal die Urheber der neusten #Tag Aktion und stellten die Fragen die ich folgenden gerne beantworte.

1 Wie alt bist du und wie lange hast du Diabetes?

Im Jahre 2008, als mein junges Leben gerade 37 Lenze zählte, gesellte sich die Diabetes Bitch zu mir und begann damit mein Leben zu verzuckern.

2 Penste noch oder pumpste schon?

Die ersten Jahre versuchte ich wie vermutlich viele von uns, den Eskapaden der Bitch mit Pens beizukommen. Auf eine Pumpe hatte ich damals noch so gar keine Lust. Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass es nicht möglich ist einen hypermodernen Xwing Fighter mit einer Steinschleuder aus der Steinzeit zu bekämpfen. Daher fasste ich den Entschluss mein Waffenarsenal ein wenig aufzurüsten und mir eine Insulinpumpe zuzulegen. Spass beiseite, ganz so einfach war es natürlich nicht. Aber ich kam mit der ICT einfach nicht weiter und das Konzept der CSII (Insulinpumpen Therapie) machte in meinem Fall bei näherer Betrachtung einfach mehr Sinn. Also quälte ich mich durch das Procedere und beantragte eine Pumpe. Ab nun war ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet und meine damalige Krankenkasse nebst dem MDK meine neuen Feinde. Wen es interessiert, kann meinen Weg zur Insulinpumpe hier nachlesen.

3 Was war dein schönstes Diabetes-Erlebnis und wie beschreibt sich deine schlimmste Erinnerung?

Auch wenn man es zuerst nicht glauben mag, schöne Diabetes Momente gibt es viele.
Der Moment in dem man seinen aktuellen Hba1c genannt bekommt und sich zeigt, dass sich die Mühen der letzen Wochen gelohnt haben.
Oder die Momente in denen ich mich mit anderen Sweet Peeps treffen kann, sei es T1day, Stammtisch oder andere Gelegenheiten.
Mein schlimmster Moment war sicherlich die Erfahrung einer schweren Ketoazedose. Das war mir lange Zeit erspart geblieben, ereilte mich aber dennoch mit allem was dazu gehört.
Im Rahmen der Diabetes Blog Woche, hatte ich dazu schon mal was geschrieben. Hier gehts zum Moments of Diabetes Beitrag.

4 Misst du oder scannst du?

Ich mach beides. Aber ich liebe die Zeiten in denen ich einen Freestyle Libre trage, was leider wegen einer Art Allergie momentan nicht dauerhaft möglich ist.

5 Dein liebster Hypohelfer?

Da geht es mir wie Ilka… Nutella. Aber wenn das gerade nicht in der Nähe ist, nehm ich auch gern alles andere. Getreu dem Motto: Nichts kann so scheisse schmecken wie sich eine Hypo anfühlt.

6 Tagebuch schreiben, in einer App dokumentieren oder „Fuck off“?

Momentan suche ich noch nach einer Lösung mit der ich meine Daten aus Messgerät, Freestyle Libre, meiner Animas und dem Dexcom CGM in einer Software verwalten kann. Und das bitte schön ohne den Umweg über Windows. Das ist übrigens ein Punkt an dem ich der Zeit als Penner etwas hinterher trauere. Denn die mysugr App war damals für mich die Eierlegende Wollmilchsau. Wenn doch nur jemand diese Art des unbeschwerten Datenloggens auf CGM / FGM und Pumpe übertragen könnte. Sagt mal Mysugr, habt ihr das an ?

7 Familie nervend oder helfend?

Definitv helfend.

8 Warum bloggst du oder liest Diabetes-Blogs?

Diabetes ist eine Frage der Einstellung. Ich blogge darüber um meine Einstellung zum Thema mit anderen zu teilen und mich mit ihnen auszutauschen. So lerne ich viele Dinge und bin informiert über alles was in Sachen Diabetes gerade so passiert. Mein Doc sagte bei meiner Diagnose: “Sie müssen über Diabetes mehr wissen als ich” und das hab ich mir gemerkt 🙂

9 Diabetes als Sportbremse? Oder wie vereinigst du die beiden Dinge?

Sportbremse ist höchstens der innere Schweinehund aber nicht der Diabetes. Ich fahre gerne Rad und hab für die kalten Jahreszeiten das Spinning für mich entdeckt.

10 Wie offensiv gehst du mit deinem Diabetes um?

Ich trage die Diabetes Bitch nicht gerade zur Schau, verstecke sie aber auch nicht. Ich hab kein Problem damit in der Öffentlichkeit zu messen oder zu spritzen. Ok, das ist als Pumper ja auch deutlich diskreter machbar als als Penner. Meine Pumpe trag ich offen und jeder der dazu was wissen will kann gerne fragen. Da ich von Hause aus mit einer gewissen Schlagfertigkeit ausgestattet bin, weiß ich mit doofen Sprüchen ganz gut umzugehen.

11 Wenn du einen Wunsch frei hättest…

Einen Wunsch hatte ich ja bereits schon frei. Den Wunsch mit dem Diabetes gut und unbeschwert leben zu können. Und den hab ich mir weitest gehend selbst erfüllt. Natürlich gib es hier und da noch Optimierungsmöglichkeiten. Wenn ich mir also nun was wünschen soll, wünsche ich mir, dass es auch anderen Menschen gelingt, ihr persönliches Dia Monster zu zähmen und Zugang zu allem zu bekommen das dazu benötigt wird. Dem Dia Monster kann man sehr wohl “Sitz”, “bei Fuss” und “mach Platz” beibringen. Aber es bleibt von Natur aus eben ein Monster, das Dir hin und wieder mal in die Wohnung pinkelt.

Soviel also von mir zum Thema und ich nominiere hiermit die grossartige Sahra von #dia-beat-this.de