CLosed Loop

Loop

Alle Systeme auf Autopilot Über die öffentliche Wahrnehmung und die Realität

Bewegt man sich als Mensch mit Diabetes im öffentlichen Raum, wird man hin und wieder auf die diversen Gerätschaften angesprochen die wir ja nun mal so mit uns führen. Es entstehen dann oft bizarre Gespräche, die uns Diabetiker darüber erschaudern lassen, wie wenig Herr Otto Normalverbraucher über Diabetes weiß. Wir alle kennen die Oma “die das auch hat” und wissen natürlich dass “sie aber den ganz schweren Diabetis” hatte, ihn aber glücklicher Weise durch die Einnahme einer bei Vollmond angerührten Zimt – Ingwer – Spinnweben Mixtur wieder in den Griff bekommen hat und seitdem dieses “Insolün” nicht mehr spritzen muss. Das ist ja die Hauptsache denn “..sich jeden Tag selber mit einer Nadel stechen ? Ich könnte das ja nicht…..” Wir alle kennen diese Gespräche und je nach Tagesform lässt man sich darauf ein und versucht für Aufklärung zu sorgen oder man läuft einfach nur schreiend weg.

Erst neulich hatte fragte mich jemand was das denn für ein Teil an meinem Oberarm sei. Ich erklärte ihm was ein CGM ist und was es macht. Er war schwer beeindruckt darüber was heutzutage technisch möglich ist uns folgerte daraus, dass man sich ja damit als Diabetiker um nichts mehr kümmern bräuchte. Läuft ja alles automatisch. Als ich ihm dann widersprach und erklärte, dass Blutzucker messen nur ein Teil des ganzen Aufwandes ist und ich trotzdem noch meine Insulindosierung berechnen und abgeben muss, schaute er mich mit einem Blick der zwischen Verwunderung und Mitleid angesiedelt war an. “Ja wie ?? Du musst dich spritzen ?? So richtig mit einer Spritze oder haste da auch so einen Pen wie bei einer Thrombose ??” Ich holte also aus zum kleinen Grundkurs der Diabetes Therapie. Fand er alles mega spannend. Jedenfalls sagte er das. Als ich ihm dann auch noch meine Insulinpumpe zeigte, grübelte er ein wenig uns sagte ” Ich dachte immer die Dinger machen das alles automatisch. Was hab ich denn von so einem Kasten, wenn ich mich dann trotzdem noch um alles kümmern muss??”

Dann verglich er die Problematik sehr plastisch mit seinem beruflichen Aufgabengebiet (er arbeitet im Sanitär und Heizungsbau Bereich) und erklärte mit einfachen Worten das Prinzip eines geschlossenen Regelkreises oder auch “Closed Loop” wie der Engländer sagen würde.

Wenn der Temperaturfühler in einer Wohnung feststellt, dass es zu kalt ist, wird die Heizung angeworfen. Solange bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Im umgekehrten Fall, es ist zu warm in der Bude, wird die Heizung dann abgeregelt. Ein modernes Heizungssystem kannst du sogar über dein Smartphone überwachen und die Temperatur in deiner Wohnung von jedem Ort der Welt steuern. Es kann doch nicht so schwer sein dieses Prinzip in eure Gerätschaften zu übernehemen.

Irgendwie hat er ja Recht. Ganz einfach ist es aber eben auch nicht. Denn hier geht es nicht um zu heiß oder zu kalt, sondern im schlimmsten Fall um Leben oder Tod. Darum werden an Geräte der Medizintechnik besonders hohe Anforderungen an die Sicherheit gestellt. Ein Hersteller muss vor den verschiedenen Behörden einiges darlegen, bevor er eine Zulassung für den jeweiligen Markt bekommt. Und zwar in jedem Land. Und da die Vorschriften und Gesetze überall anders sind, kann es passieren dass Geräte die im einem Land genehmigt werden, diese Genehmigung in einem anderen Land nicht bekommen. Als Hersteller gilt es eine ganze Latte an Fragen zu beantworten.

Bringt das Gerät überhaupt einen Nutzen und kann ich diesen Nutzen anhand von Studien belegen. Bin ich in der Lage das Gerät nicht nur herzustellen, sondern auch dessen sichere Funktion unter allen Umständen zu gewährleisten. Bin ich in der Lage die Versorgung der Patienten mit Zubehör und Verbrauchsmaterialien jederzeit zu gewährleisten. Bin ich in der Lage auf Defekte oder Ausfälle sofort zu reagieren… und…und….und

Dieser Genehmigungsprozess dauert unter Umständen Jahre und füllt ganze LKW Flotten mit Papieren. Hat man sich als Hersteller nun erfolgreich durch dieses Verfahren geschlagen, ist noch lange nicht klar ob das Gerät überhaupt von den Kassen bezahlt werden kann. Auch das zieht wieder langwierige Verfahren nach sich. Das ist der Grund warum selbst die “neusten” Geräte der Medizintechnik niemals State of the Art sein können.Als Endanwender der Geräte bekommt man davon nicht viel mit und tut den Herstellern ein Stück weit unrecht wenn man sagt “Kann doch nicht so schwer sein “

Doch das ist es. Aber es scheint sich ja auch zu lohnen.

Time in Range ist das neue Quality Time Ich will nicht warten

Während dessen lebt man als Diabetiker weiter mit dem was man hat und versucht damit den Diabetes so gut wie möglich zu managen. Und glücklicherweise sind wir hier zu Lande ja auch recht gut versorgt, das muss man auch mal sagen. Trotzdem frage ich mich, wie lange will ich denn eigentlich noch warten, bis es ein funktionierenden und zugelassenes automatisiertes System zur Glukosekontrolle und Insulindosierung gibt. Alle nötigen Komponenten gibt es ja bereits und jede einzelne ist zugelassen. Was spricht also dagegen sie so miteinander zu verbinden, dass man damit seinen Diabetes effektiv managen kann? Was dagegen spricht ist die Tatsache dass all die Geräte von Hause aus nicht dazu in der Lage sind Daten mit anderen Geräten, schon gar nicht mit Geräten anderer Hersteller, auszutauschen. Das hat sich zwar in den letzten Jahren etwas geändert, Stichwort Interoperabilität, aber auch hier gibt es noch viele Hausaufgaben zu erledigen.

Interoperabilität – Wikipedia

Zu dem Begriff Interoperabilität (von lateinisch opera ‚Arbeit‘ und inter ‚zwischen‘) existieren zwei unterschiedliche, jedoch sinngleiche Definitionen:

  1. Als Interoperabilität bezeichnet man die Fähigkeit zur Zusammenarbeit von verschiedenen Systemen, Techniken oder Organisationen. Dazu ist in der Regel die Einhaltung gemeinsamer Standards notwendig. Wenn zwei Systeme miteinander vereinbar sind, nennt man sie auch kompatibel.
  2. Interoperabilität ist die Fähigkeit unabhängiger, heterogener Systeme, möglichst nahtlos zusammenzuarbeiten, um Informationen auf effiziente und verwertbare Art und Weise auszutauschen bzw. dem Benutzer zur Verfügung zu stellen, ohne dass dazu gesonderte Absprachen zwischen den Systemen notwendig sind.

Ein wichtiger Schritt wäre es einen gemeinsamen Standard für den Datenaustausch zu entwickeln. Doch damit tut sich die Industrie bislang noch schwer. Stattdessen versucht jeder Hersteller sein eigenes Ökosystem zu etablieren und kauft notfalls die noch fehlenden Komponenten hinzu.

Ist es denn wirklich nötig dass jeder Hersteller der was auf sich hält, die ganze Produktpalette im Portfolio haben muss?
Angefangen von Blutzucker Messgerät und Insulinpen über Stechhilfe bis hin zu Schlauchpumpe,Patchpume und CGM ?
Ach ja, ne Smartphone App muss man ja heute auch noch haben, neben einer Software zur Datenanalyse.
Aber ist es das was der Kunde (sie nennen es lieber Patient) wirklich braucht und will ? Klar geht es hier auch um eine Menge Geld und Marktanteile das darf man nicht vergessen. Aber wäre es nicht zielführender wenn jeder Hersteller sich auf das konzentriert was er gut kann und dafür sorgt, daß seine Geräte standardkonform sind. Mir als Nutzer wäre damit weitaus mehr geholfen als mit dem Wissen dass Hersteller XYZ die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes ja ach so tief in seiner Firmen DNA verankert hat. Um es mal ganz klar auszudrücken – Ich möchte mir mein System auf meine Bedürfnisse anpassen können ohne künstlich erzeugte Barrieren. Ich möchte Pumpe X zusammen mit CGM Y und Messgerät Z benutzen. Die daraus erzeugten Daten möchte ich vielleicht mit Software 1000 verwalten und auswerten können, vielleicht aber doch auch lieber mit Diabetes Magic Maker 5.0. Und wenn mein Arzt oder die Diabetesberaterin lieber eine ganz andere Software nutzt – bitte, soll sie doch. Auch das wäre mit einem gemeinsamen Datenstandard machbar. Nun ist nicht jeder Mensch mit Diabetes so wie der andere und wenn ich eins gelernt habe dann ist es “Your Diabetes might vary”. Kinder, Jugendliche,Erwachsene, Rentner jeder hat andere Bedürfnisse und Ansprüche an seine Diabetestherapie . Warum also alle mit den gleichen Tools behandeln? Ich denke, dass sich gerade vor diesem Hintergrund in den nächsten Jahren das Anforderungsprofil an Diabetespraxen dramatisch ändern wird. Weg von bekannten Insellösungen hin zu modularer und interoperabler Diabetes Technologie. Wenn man sich denn auf einen gemeinsamen Datenstandard einigen kann.

Und genau das haben findige DIY Entwickler getan. Anstatt das Rad jedes Mal neu zu erfinden, baut man in der Open Source Entwickler Szene auf bestehende Systeme auf und erweitert sie da wo notwendig. Als Beispiel nenne ich hier das CGM Remote Monitoring Tool Nightscout (CGM in the Cloud), welches mittlerweile als solide Basis für eine Reihe an DIY Closed Loop Systemen dient oder aber zumindest integriert ist. Dabei sind Systeme entstanden die den Menschen mit Diabetes schon hier, jetzt und heute genau die Funktionen zur Verfügung stellen die benötigt werden. Und das sogar noch hochgradig individualisierbar. Diabetes Management im Massanzug anstatt von der Stange. Diese Systeme bieten Funktionen, die das Leben mit Diabetes und das nötige Daten Management ungemein vereinfachen.

Allerdings – und das sei hier in aller Deutlichkeit gesagt, handelt es sich dabei nicht um offiziell zugelassene Systeme, sondern um Selbstbauten aus der Do it Yourself Szene. Wenn man solche Systeme baut oder ausprobiert, muss man sich im Klaren sein, keinerlei Haftungsansprüche gegenüber den Entwicklern zu haben. Ebenso sollte man bereit sein sich mit dem System intensiv zu beschäftigen und zu lernen. “Ich hab mir da mal eben was gebastelt” ist hier nicht die richtige Herangehensweise. Jeder der an so ein Projekt herangeht sollte wissen was er tut und warum. Ausserdem sollte er sich und seinen Diabetes gut kennen. Aber das sollte eigentlich bei jedem Menschen der sich Insulin spritzt, ohnehin der Fall sein.

Und da ich ohnehin alle relevanten Entscheidungen in Bezug auf den Diabetes selber treffe, habe ich mich dazu entschieden, die Zeit bis zu dem Tag an dem es eine kommerzielle Closed Loop gibt, lieber als “Time in Range” mit einer DIY Lösung zu gestalten.

Ich für meinen Teil habe mich jedenfalls Anfang des Jahres dazu entschieden, in das Thema DIY Closed Loop einzusteigen und habe es seit dem nicht bereut. Ganz im Gegenteil. Wenn euch das Thema interessiert, schreib ich gern mal was mehr dazu.

Looped oder wie mache ich´s mir selbst Meine ersten Monate mit der Closed Loop

Uuummmm, this is a tasty burger!


Well, the way they make shows is, they make one show. That show's called a pilot. Then they show that show to the people who make shows, and on the strength of that one show they decide if they're going to make more shows. Some pilots get picked and become television programs. Some don't, become nothing. She starred in one of the ones that became nothing.

Is she dead, yes or no?


Yeah, I like animals better than people sometimes… Especially dogs. Dogs are the best. Every time you come home, they act like they haven't seen you in a year. And the good thing about dogs… is they got different dogs for different people. Like pit bulls. The dog of dogs. Pit bull can be the right man's best friend… or the wrong man's worst enemy. You going to give me a dog for a pet, give me a pit bull. Give me… Raoul. Right, Omar? Give me Raoul.