Born in the USA – Diabetescoaching on Demand

Wenn ich so über meine Blutzucker Werte der letzten Wochen schaue, ist mit einem Blick erkennbar dass da was getan werden muss. Immer wieder tauchen Tage auf an denen die Verlaufskurve eher an eine Achterbahn erinnert. Und das obwohl ich im Vergleich zu den Tagen davor oder danach  nichts anderes gemacht oder gegessen habe. Die Diabetes Bitch zickt halt gerade mal wieder rum.  Klar kann man das ne Weile hinnehmen aber irgendwann reicht es dann auch. Eigentlich würde ich der Sache gern auf den Grund gehen aber mir graut es jetzt schon vor dem Gedanken an einen Basalratentest, die Überprüfung von BE Faktoren und Korrekturfaktor ect….. Denn die Zeit die ich mir dafür nehmen müsste, hab ich aktuell nicht. Also schaut man durch seine Aufzeichnungen, versucht Muster zu erkennen um dann an den nötigen Stellschrauben zu drehen. Klar wäre das eigentlich die Aufgabe meiner Diabetesberaterin. Aber die sehe ich meist nur bei den obligatorischen Quartalsuntersuchungen für ein paar Minuten. Ich könnte natürlich einen extra Termin vereinbaren. Dabei würde aber inklusive Fahrt zur Praxis,warten im Warte Zimmer und dem eigentlichen Termin mit der Diabetesberaterin, knapp ein Vormittag drauf gehen. Meist kommt man danach auch nicht mit einer wirklichen Lösung nach Hause, sondern meist mit Vorschlägen a la ” Wir versuchen jetzt mal dieses und in drei Wochen sehen wir uns wieder. Wenn es dann nicht besser ist versuchen mal jenes”. Was soll sie auch anderes tun. Das System hierzulande funktioniert nun mal so und ich bin ja auch nur einer von vielen Patienten um die sie sich kümmern soll.

Wenn ich mich Frage, wie so etwas optimaler Weise laufen sollte oder wie ich mir die Zusammenarbeit mit meiner Diabetesberaterin wünschen würde, dann habe ich da eine ganz konkrete Vorstellung.

Heutzutage ist es ja dank Smartphone Apps & Co relativ einfach eine solide Datenbasis zu erstellen. Wäre es nicht toll, wenn ich zur Analyse dieser Daten meine Diabetesberaterin heranziehen könnte, ohne dafür extra einen Termin in der Praxis vereinbaren und einplanen zu müssen ? Ich stelle mir das in etwa so vor.

Ich gebe meiner Diafee für einen gewissen Zeiraum Zugriff auf mein Blutzuckertagebuch und erläutere ihr mein Problem. Während ich mein Leben weiter lebe und natürlich schön weiter mein BZ Tagebuch füttere, schaut sie über meine Daten und macht per Messenger oder Mail Vorschläge für Änderungen oder Anpassungen. Sollte es Dinge zu besprechen geben, gäbe es in meinem Traum auch die Möglichkeit mit der Diabetesberaterin zu skypen. So könnte man wesentlich effektiver zusammen an einem Problem bzw. dessen Lösung arbeiten. Und das ohne vorher grossartigen organisatorischen Aufwand betreiben zu müssen, der fast mehr Zeit in Anspruch nimmt als die effektive Zeit die ich mit meiner Diabetesberaterin verbringe.

Jetzt werden sicher einige sagen: Schöner Traum ABER……

  • wie soll das technisch funktionieren ?
  • gibt es da nicht Probleme mit Datenschutz und Co
  • wie soll diese Leistung denn vergütet bzw. abgerechnet werden ?
  • das wird keine Krankenkasse übernehmen !
  • das kannst du vergessen, das wird ein Traum bleiben

Alles berechtigte Einwände die zeigen dass es hier in Deutschland noch einiges zu tun gibt, möchte man in Sachen mhealth die Nase vorn haben. In anderen Ländern ist man da schon ein paar Schritte weiter. Und so verwundert es auch nicht weiter, dass mein kleiner Wunschtraum in den USA schon Wirklichkeit geworden ist. Ebenso nicht weiter verwunderlich ist wer das Ganze auf die Schiene gebracht hat. Unser nicht mehr ganz so kleines Lieblings Start Up mysugr.
Das ganze nennt sich mysugr Coaching.
And it goes a little something like this:

Aus meiner Sicht ist das ein absoluter Killer Service und ärgere mich schwarz darüber dass es das bisher nur in den Staaten gibt. Aber wer weiß…Manchmal werden ja Träume wahr.

Mehr zu dem Thema findet ihr auf dem englischsprachigen mysugr Blog .